Ich war fremd

Frauen feiern Weltgebetstag in Krummennaab
Zum Weltgebetstag der Frauen lud diesmal der Pfarrgemeinderat Krummennaab die Frauen aller Konfessionen in die katholische Kirche ein. "Ich war fremd - ihr habt mich aufgenommen", so lautete das Motto heuer. Die Gebetsordnung hatten Frauen aus Frankreich zusammengestellt. 
Nach dem feierlichen Einzug der Mitwirkenden zu französischer Musik begrüßte Hauptorganisatorin Anna Rahn mit einem "Bonjour, Bonjour, Bonjour" alle Kirchenbesucher. Die Weltgebetstagskerze wurde entzündet. 
Eine Musikgruppe aus den eigenen Reihen spielte die vielen schönen Lieder aus der Gebetsordnung und die Gottesdienstbesucher stimmten mit ein. Fürbitten und ein Tanz rundeten den gelungenen Gottesdienst ab. Pater James, der auch anwesend war, spendete allen den Schlusssegen. 
Anna Rahn dankte allen Mitwirkenden und lud ins Pfarrheim ein, wo schon die Tische reichlich mit Köstlichkeiten aus Frankreich gedeckt waren, die sich dann auch alle schmecken ließen. 
Das Angebot des "Eine-Welt-Ladens" ließ auch so manchen Kauf zu, so dass sich der eine oder andere auch mal eine neue Tasche oder diverse andere Sachen aus dem fairen Handel leistete. 
Ein Bildvortag, vorgestellt und gelesen von Karin Krenkel, ließ so manchen Blick in die französische Landschaft und ins Leben der Franzosen zu. Es war ein rundum gelungener Abend. 
Quelle: Der Neue Tag, 5. März 2013

Von neuem in Gott festmachen

Evangelische Gläubige erneuern Konfirmationsversprechen - Von weit her zum Jubiläum angereist
Ein Fest des Wiedersehens feierten die Jubelkonfirmanden verschiedener Jahrgänge aus den Kirchengemeinden Thumsenreuth mit Friedenfels und Krummennaab. Mit gespannter neugieriger Freude begrüßten sich die Teilnehmer nach langen Jahren zum ersten Mal wieder. 
Schnell konnte man anknüpfen an das Ereignis vor rund 25 (Martina Nordgauer, geb. Maderer, Marion Zenger, geb. Dotzel, und Rainer Häupl) oder 50 Jahren (Helmut Bauer, Hartmut Andretzky, Ernst Grünbauer, Helmut Matzke, Herma Gebauer, geb. Härtl, Gertraud Schöllhammer, geb. Schier, Christiane Schraml, geb. Bader). 
Stark vertreten waren auch die Konfirmandenjahrgänge 1951/1952 mit Rosemarie Lehner, geb. Riebel, Albert Lehner, Hildegard Schieder, geb. Kraus, Karl Purucker, Betty Meyer und Elisabeth Schürlein, geb. Schieder. Charlotte Papanagnou (geb. Aust) war aus Griechenland gekommen und Gerda Hansel scheute den Weg aus Karlsruhe nicht, sowie Rosemarie Hansen den von der Nordseeküste. 
Ernst Horn aus Friedenfels und Johann Prölß aus Steinbühl konnten auf 65 bzw. 70 Jahre seit ihrer Konfirmation zurückblicken. 
Dank für Gnade
Begleitet von einer Posaunenintrade zogen die Jubelkonfirmanden in das festlich geschmückte Gotteshaus, bereit, ihren Glauben erneut festzumachen in Gott mit Lob und Dank für erfahrene Gnade und Fürbitte. 
In seiner Predigt zum Text aus dem Jakobusbrief ermunterte Pfarrer Klaus Göpfert die Jubilare, ihre ganz unterschiedlich verlaufenen Lebenswege, die lichten Seiten aber auch "alles bruchstückhafte und fragmentarische, alles was uns bewegt und beschäftigt, vor Gott zu bringen und wir uns von neuem in Gott festmachen können." 
Mit dem Blick auf die eigene Vergänglichkeit mit Versagen und Scheitern, Krankheit und Schwachheit soll an diesem Festtag des Wiedersehens aber dankbar auf Schönes und Gelungenes in den verschiedenen Lebensläufen zurückgeschaut werden. "Wo Menschen durch gemeinsame Wurzeln oder eine gemeinsame Geschichte untereinander verbunden sind, da wird es bei einem Wiedersehen immer wieder neu zu ganz unverwechselbaren Begegnungen kommen." 
Die heutige Erinnerung des Konfirmationsversprechens soll den Blick öffnen dafür, dass "auch Heilung dort geschehen kann, wo innerlich Wunden ausheilen und Menschen sich einverstanden erklären können mit den Wegen, auf denen sie von Gott geführt worden sind, und so kann auch Heil dort erfahren werden, wo Menschen zu ihren Stärken und Begabungen, genauso aber auch zu ihren Grenzen, Fehlern und Schwächen stehen können". 
Mit dem gemeinsamen Glaubensbekenntnis und der Segnung der Jubelkonfirmanden am Altar gedachte die Gemeinde ihrer Konfirmation: Im großen Kreis um den Altar feierten die Jubilare zusammen mit der Gemeinde das Heilige Abendmahl. 
Ein gemeinsames Mittagessen im Gasthof Lehner schloss den offiziellen Teil eines fröhlichen Wiedersehens ab. 
Quelle: Der Neue Tag, 10. Oktober 2012

Steht auf für Gerechtigkeit

Weltgebetstagsgottesdienst in der Leonardikirche zunehmend ein Fest der Ökumene

Zu einem beeindruckenden Weltgebetstagsgottesdienst in der Leonardikirche trafen sich Männer und Frauen aus den Gemeinden Krummennaab/Thumsenreuth und Reuth/Premenreuth. In verschiedenen Gruppen hatten sich rund 30 Mitwirkende im Vorfeld intensiv mit Malaysia, dem Land aus dem die diesjährige Gebetsordnung stammt, auseinandergesetzt. 
Dessen Schönheit und Reichtum wurden gewürdigt. Nicht verschwiegen wurden jedoch auch die Probleme, die die multikulturelle und multiethnische malayische Gesellschaft belasten. In der Vorstellung des asiatischen Landes wiesen die Sprecherinnen auch auf die eklatante Zerstörung der Regenwälder durch weltweit agierende Konzerne hin. Der Lebensraum der indigenen Urbevölkerung ist dadurch unwiederbringlich zerstört. Sie werden ihrer bescheidenen Lebensgrundlagen beraubt und notfalls gewalttätig vertrieben. Die wohl weltweit artenreichste Flora und Fauna wird rigoros vernichtet. 
Religiöse Konflikte
Den Verfasserinnen der Gebetsordnung ist es ein großes Anliegen, gleiche Rechte und Chancen für alle zu erreichen. Aber auch religiöse Konflikte in dem überwiegend muslimischen Land schreien nach Toleranz und Akzeptanz. Die Lasten von Ungerechtigkeit, Korruption und Gier liegen schwer auf ihnen. 
Jugendliche aus der Evangelischen Landjugend Krummennaab/ Wildenreuth ließen die Trägerin des alternativen Nobelpreises 2005, die Menschenrechtlerin Irene Fernandez, in einem fiktiven Interview zu Wort kommen. Häusliche Gewalt und die Misshandlung von Frauen hat sie immer wieder angeprangert und öffentlich gemacht. Sie bietet nach wie vor Beistand für Opfer von Menschenhandel. 
Die Teilnehmerinnen brachten zum Ausdruck, dass die Christen aufgerufen seien, Unrecht zu benennen und sich für Gerechtigkeit und Wohlergehen derer, die am Rand stehen - Witwen, Waisen und Arme - einsetzen müssen. 
Den Instrumentalistinnen und Sängerinnen eines kleinen Chors gelang es, die Harmonie und Schönheit der malaysischen Musik und der thematisch genau abgestimmten Lieder in die Gemeinde zu tragen. 
Besonders beeindruckte war in der abgedunkelten Kirche der im Altarraum vorstellte Lichtertanz einer kleinen Gruppe. In anmutigen Bewegungen präsentierten die Darstellerinnen noch einmal das Thema des Kampfes um Gerechtigkeit. 
Ein liebevoll geschmückter Gemeindesaal lud anschließend zu köstlichen Proben aus der malaysischen Küche ein. 
Quelle: Der Neue Tag, 3. März 2013

Alles ist der Zeit unterworfen

Gottesdienst der Kirchengemeinde Waldershof/Neusorg/Brand an der Burgruine Weißenstein
Waldershof/Weißenstein. (lpp) "Ein feste Burg ist unser Gott" - diese Worte Martin Luthers, angelehnt an den 46. Psalm, waren Inhalt und Ortsbeschreibung zugleich beim Gottesdienst im Grünen auf der Burgruine Weißenstein im Steinwald. Vor den Mauern der fast tausend Jahre alten und von der Sonne angestrahlten Ruine hatte die Kirchengemeinde Waldershof/Neusorg/Brand zum Gottesdienst eingeladen.
Der Posaunenchor Thumsenreuth unter der Leitung von Werner Klüher übernahm die musikalische Gestaltung zusammen mit dem evangelischen Kirchenchor aus Waldershof, den Carol Bischoff dirigierte. In seiner Predigt ging Pfarrer Andreas Kraft auf die Sicherheit ein, die eine Burg bietet. Die Ruine Weißenstein aber habe ihre stärksten Zeiten bereits seit etwa 500 Jahren hinter sich und zeige dadurch auch , wie vergänglich alles sei. 
Nichts besteht ewig
"Alles ist der Zeit unterworfen und besteht nicht ewig", so Andreas Kraft, "aber Gott steht dem gegenüber, bietet Schutz und Halt. Er ist der Vergänglichkeit nicht unterworfen." Der Pfarrer verglich das Leben mit einer Baustelle: Wie auch eine Burg beim Bau ihrer Vollendung entgegenhofft, so tue das ebenfalls der Mensch. Der Vergänglichkeit sei auch die Natur unterworfen, im Werden und Vergehen im Lauf der Jahreszeiten. 
Beim Gottesdienst im Grünen, den viele Mitfeiernde besuchten, wurden die neuen Konfirmanden für Neusorg und Waldershof vorgestellt. Diese waren auch für das Läuten zum Gottesdienst zuständig, denn die Mitarbeiter des Waldershofer Bauhofes hatten die Bauwagenkirche an den Fuß der Burgruine geschafft. 
Fröhliche Lieder wie "Laudato si" und "Die Sonn' hoch an dem Himmel steht" unterstrichen den Gottesdienst in der freien Natur. Zusammen mit Pfarrer Andreas Kraft aus Waldershof war auch Pfarrer Klaus Göpfert aus Thumsenreuth zum Gottesdienst an der Burgruine gekommen. 
Pendelbus im Einsatz
Als Zubringer zur Burgruine war vom Wanderparkplatz in Hohenhard ein Pendelbus eingesetzt, der die Gottesdienstbesucher chauffierte. Viele jedoch wanderten an diesem sonnigen Morgen den Weg zur Ruine zu Fuß oder kamen mit dem Fahrrad.
Die Gesellschaft Steinwaldia mit ihrem Vorsitzenden Norbert Reger, welche die Burgruine ab dem Jahr 1996 in mehreren Bauphasen vor dem gänzlichen Verfall rettete, kümmerte sich um die Verpflegung der Gäste. Die Mitglieder sorgten für die "Infrastruktur" zum Gottesdienst und stellten Sonnenschirme auf.

Quelle: Der Neue Tag, 11. Juli 2012

Christkind verschenkt Krippe

Nach nur sechs Monaten Umbauzeit steht Kinderhaus in Krummennaab bereits wieder offen

Krummennaab. (den) Ein ganz besonderes Christkindl: Nach nur sechs Monaten Umbauzeit waren nun schon wieder Pater Joby Kallungal und Pfarrer Klaus Göpfert am Zug. Die beiden Pfarrer segneten die neuen Räume der Krippe und übergaben sie so ihrer Bestimmung.Pfarrer Klaus Göpfert und Pater Joby bei der Segnung.

Die Festgemeinde mit Architekt Armin Juretzka aus Weiden, seinen Mitarbeitern Melanie Danhoff und Mirko Bertl, Bürgermeister Uli Roth, Kirchenpfleger Werner Heinl und vielen Eltern sang und betete gemeinsam. Die Leiterin des Kinderhauses St. Marien, wie sich der Kindergarten künftig nennen wird, Anita Jungkunz, und ihre Mitarbeiterinnen hatten mit den Kleinen Lieder und ein Gebet passend zum Anlass einstudiert. Die Mädchen und Buben präsentierten alles zu Füßen der beiden Pfarrer.

Gute Zusammenarbeit

In ihren Dankesworten lobte Jungkunz die Farbgestaltung, die hellen Räume und die Schallschutzdecken. Sie unterstrich die Bedeutung des Umbaus für die Kinder in der Gemeinde. Sie dankte allen Verantwortlichen für die problemlose Zusammenarbeit, und das, obwohl während des Umbaus die Betreuung der Kinder gewährleistet bleiben musste. Bürgermeister Uli Roth gratulierte allen Mitarbeiterinnen zum herausragend gestalteten neuen Arbeitsbereich und wünschte für die Zukunft eine hohe Auslastung und ein gutes Händchen bei der Betreuung der Jüngsten in der Gemeinde. Er strich heraus, dass es für die Gemeinde auch in finanzieller Hinsicht - trotz Zuschussmitteln in Höhe von fast 158 000 Euro und Investitionskosten von fast 300 000 Euro - ein Kraftakt war, man die Notwendigkeit einer zeitgemäßen Kinderbetreuung aber so auch für die Zukunft sicher stellen wolle.

Der Elternbeirat hatte zum Schluss ein Büfett mit Plätzchen und Glühwein, Saft und Kaffee hergerichtet, an dem sich alle Festgäste und natürlich auch die Kleinsten kräftig bedienten. Anita Jungkunz lud ein zur offiziellen Eröffnung bei einem Tag der offenen Tür am Sonntag, 29. April.

Quelle: Der Neue Tag, 2. Januar 2012